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Mental Load – muss nicht sein

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Er wird oft als grosses Übel in Beziehungen diskutiert: die unsichtbare Last, die vor allem Frauen tragen – der Mental Load. Das Patriarchat sei schuld und Männer zu faul, um Verantwortung zu übernehmen. So einfach ist es nicht. In meiner eigenen Beziehung habe ich erlebt, dass Verantwortung ungleich verteilt wird, wenn Vertrauen fehlt. Wer alles selber kontrolliert, trägt die Last automatisch allein – selbst wenn der Partner bereit ist, seinen Teil zu übernehmen. Mental Load wird demnach durch das eigene Verhalten mitverursacht. Geteilte Verantwortung heisst anzuerkennen, dass in einer Zweierbeziehung nicht mehr als 50% pro Person vorhanden sind. Wer mehr für sich in Anspruch nimmt, tut das auf Kosten des Partners! Seit unserer Trennung vor über fünf Jahren und der Einführung des Nestmodells hat sich das Problem entschäft. Durch die zeitliche Aufteilung trage ich jeweils die volle Verantwortung in meinem Abschnitt. Da ich bereit bin, dass Dinge auch schiefgehen dürfen, kann ich so...

„Tax us!“

Unerwarteter Aufruf der Vermögenden am WEF Laut einem Bericht im Tages-Anzeiger haben am diesjährigen World Economic Forum in Davos fast 400 Millionäre und Milliardäre höhere Steuern auf grosse Vermögen gefordert [1]. Die Botschaft ist bemerkenswert: Nicht soziale Bewegungen von aussen, sondern Vermögende selbst rufen politische Entscheidungsträger dazu auf, sie stärker zur Finanzierung des Gemeinwohls heranzuziehen. Der offene Brief im Rahmen der Initiative Proud to Pay More [2] bringt es auf den Punkt mit der einfachen Forderung „Tax us!“. Die Unterzeichnenden argumentieren, dass höhere Steuern auf extreme Vermögen weder ihren Lebensstandard substanziell gefährden noch wirtschaftliches Wachstum bremsen würden, sondern stattdessen Mittel für grundlegende öffentliche Aufgaben bereitstellen könnten. Diese Aktion ist Teil einer grösseren Debatte über wachsende Vermögensungleichheit, bei der immer deutlicher wird, wie stark Reichtum in den Händen weniger konzentriert ist und wie wenig ...

Schweiz auf Klimakurs?

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Mit einem Klimafonds sofort Netto-Null erreichen Die Diskussion um einen Schweizer Klimafonds von 4-8 Milliarden Franken pro Jahr wirkt hoch – doch ein genauerer Blick zeigt: dieser Betrag ist genau das, was nötig wäre, um die Schweiz klimaneutral im Sinne des Pariser Abkommens zu machen. Würde der Fonds konsequent eingesetzt, könnte die Schweiz formal sofort auf Netto-Null kommen und damit ein starkes Signal an die Welt senden. Betrachten wir die grössten persönlichen Klimasünden: Der Fleischkonsum in der Schweiz liegt bei rund 450 kt pro Jahr, während die Planetary Health Diet (PHD) nur etwa 150 kt vorsieht. Die Differenz von 300 kt Fleisch verursacht zusätzliche CO₂-Emissionen von mindestens 1.5 mt CO₂. Gemeinsam mit dem Flugverkehr aus der Schweiz (5 mt CO₂) sind das jährlich 6.5 mt CO₂. Bei einem CO₂-Preis von 80 CHF pro Tonne würde die Rücklage für diese beiden Bereiche 0.5 Mrd CHF pro Jahr betragen; bei 200 CHF/t steigt sie auf 1.3 Mrd CHF. Ein moderater Klimafonds von 2 Mrd CHF...

Wesenscharakter

Wenn dein Wesen unabhängig der Dualität existiert – quasi ausserhalb von Raum und Zeit – spielen solche Dimensionen keine Rolle. Klein/gross, kurz/lang – alles Illusion. Du bleibst verbunden und bist wahrhaftig Teil von allem und nichts. Dieser Gedanke als Prompt führte zu einer kurzen Diskussion [1] mit folgender Erkenntnis: Wenn das stimmt, dann ist Lernen weniger Akkumulation und mehr Feinjustierung . Nicht „mehr wissen“, sondern „klarer schwingen“. -- [1] Dialog mit ChatGPT